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Baugeschichte der Kirche
Wussten Sie, dass die Bierstadter Kirche das älteste Gebäude von Wiesbaden ist?
Schon 927 wird in einer Urkunde eine Kirche an diesem Ort erwähnt. Die heutige Kirche wurde um 1080 - 1100 als romanische Saalkirche erbaut und hat neben der Chorapsis noch je eine kleine Altarnische mit Rundfenster. |
| Das Taufbecken mit dem Bogenfries am oberen Rand stammt aus dieser Zeit. Es wird bis heute genutzt. Im Türsturz einer ehemaligen Tür in der Südwand sind Ritzzeichnungen erhalten. Sie zeigen das Kreuz, das Dreieck der Dreieinigkeit und andere Symbole. Um 1200 wurde der Turm mit gotischen Stilelementen angebaut. |
  
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In den Laibungen der Chorfenster befinden sich Fresken von Heiligen - darunter von St. Birgid, der Namenspatronin von Bierstadt. Der spätgotische Flügelaltar von Martin Caldenbach, ca. 1505, ist heute als Retabelaltar gestaltet. Er besteht aus 9 Tafeln, welche Szenen von der Geburt Jesu und Heiligenbilder zeigen. Die Figuren des Altarschreines stellen die Heilige Maria, St. Nikolaus und St. Ferrutius dar. Sie befinden sich heute an den Wänden des Kirchenschiffes. |
| Um 1730 wurde die Kirche im barocken Stil umgestaltet. Ein neues, bis heute erhaltenes Gestühl mit einer 3-seitigen Empore wurde eingebaut, Fenster und Türen vergrößert. 1934 und 1984 versuchte man den romanischen Raumeindruck im Chorbereich wiederherzustellen. |
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| Die Besonderheit der Kirche ist, dass sie keine Kanzel besitzt. Eine erste Orgel wird 1682 erwähnt. Die heutige Steinmeyer-Orgel steht seit 1972 auf der Empore. Geläut: 3 Glocken, c´-es´-f´, Tedeum-Motiv, seit 1951.
Der beinahe 1000-jährige Kirchenbau verlangt eine
beständige Pflege und Unterhaltung. Aber auch Sanierung
und Restaurierung der überkommenen wertvollen Einrichtungen
wie Altar, Gestühl und Wandmalereien sind notwendig.
Die Arbeiten verursachen immer wieder einen hohen
finanziellen Einsatz.
Aus diesem Grunde wurde 2003 die Nikolaus-Stiftung
zur Sanierung, Restaurierung, Erhaltung und Pflege der
Kirche eingerichtet. Mit ihren Erträgen trägt sie zur
Erhaltung der Kirche dauerhaft bei. An der laufenden
Renovierung der Fassade beteiligt sich die Stiftung
(Turmuhr, romanisches Fugennetz) ebenfalls.
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